Wo bitte liegt Assisi?
Die humorvolle und anrührende Geschichte von Franz und Klara von Assisi, frech erzählt und gespielt aus heutiger Sicht.
„Wo bitte liegt Assisi?“ zeigte einmal mehr, dass Chawwerusch in unserer mutlosen Zeit für Mut, Unangepasstheit, Ideen und Spiritualität steht. Nie hat man Askese und Armut in solch prallen, sinnlichen und fröhlichen Tableaus gesehen. Ein pralles, deftiges, humorvolles, randvoll mit ewigen Themen bepacktes Stück konnte man erleben, das den beiden wunderbaren, immer bis an die Grenzen gehenden Schauspielern sehr viel abverlangte.“ (DIE RHEINPFALZ)
Die Szene ist auch 800 Jahre später noch berühmt: Francesco, ein verwöhnter Kaufmannssohn, provoziert einen handfesten Skandal im italienischen Assisi.
Er reißt sich auf offener Straße die Kleider vom Leib, bis er nackt da steht, und wirft seinem Vater den Bettel vor die Füße: Reichtum, Erbe, Geschäft.
Was schert uns dieser Franz?
Fast 800 Jahre später küren die Leser des „Time Magazine“ Franz von Assisi zum „Mann des zweiten Jahrtausends“.
Da sich Chawwerusch schon immer für Außenseiter und Grenzgänger interessiert, lag es nahe über Franz, den berühmtesten Aussteiger des Hochmittelalters und seine Gefährtin Klara ein eigenes Stück zu schreiben.
Im fliegenden Wechsel zwischen Mittelalter und Jetztzeit springen Mario, ein italienischer Reiseführer, und Gina, eine geschäftstüchtige Kioskbesitzerin, in die Geschichte von Franz und Klara.
Der Strudel der Ereignisse wirbelt alle durcheinander. Schnelle Figurenwechsel, rockige Gitarrenklänge und mittelalterliche Gesänge unterhalten die Zuschauer aufs Beste.