HEMPEL SISTERS – Stückinfo

Hempel Sisters (Felix S. Felix, Monika Kleebauer), Foto: Walter Menzlaw

Szenen, Lieder, Texte zwischen Chaos und Kosmos

In kunterbunten Variationen nähern sich Frau Felix und Frau Kleebauer, flankiert von Autor Michael Bauer, den ebenso globalen wie sehr privaten Themen Ordnung und Unordnung. Die eine der beiden Frauen liebt es strukturiert, die andere lässt Fünfe gern grade sein. Und so handeln sie tratschend, tanzend, deklamierend und singend alles ab, was ihnen in die Quere kommt. Sie beginnen noch vor Adam und Eva. Sie machen Ausflüge in die verschmutzten Weltmeere und zu den Sternlein am Himmel, – und lassen dabei nichts aus; sogar einer ominösen, verwinkelten „Käsgass`“ setzen sie ein Blues – Denkmal. Auf der Bühne wird aufgeräumt, was das Zeug hält und dann wieder ein Durcheinander gestiftet, das sich gewaschen hat. Unter Mitwirkung berühmter „Ghostwriter“ wechseln Tiefsinn und Blödelei. Der Wortlaut einer Hausordnung wird auf die Melodie einer Bachfuge geträllert. Nicht unwesentlich: Der Zuschauer erfährt endlich, was man bei Hempels unterm Sofa alles finden kann. Die Bühne wird ein Tatort für reinliche Putzfrauen wie für das reine Chaos. Zwischen Pfälzisch, Schwäbisch und Hochdeutsch wird nicht immer sauber getrennt.  Taschentücher, Müllbeutel, ein rotes Feuerwehrauto tauchen auf. Und sogar eine vergessene Karteikarte aus der Nazizeit.

Mit passend gemachten und einverleibten Programmanteilen von u.a. Andrew Sisters, Johann Sebastian Bach, Hans Magnus Enzensberger, Johann Wolfgang von Goethe, Gott (Vater), Wladimir Kaminer, Liselotte von der Pfalz,  Herta Müller, Helmut Pfisterer, Michael Praetorius, Friedrich von Schiller, Thaddäus Troll, Volksmund u.a.

 

Es spielen
Felix S. Felix
Monika Kleebauer

Regie
Michael Heinsohn

Autoren
Michael Bauer
Felix S. Felix
Monika Kleebauer

Dramaturgie
Michael Bauer

Bühnen- und Kostümbild
Franziska Smolarek

Ton und Musik
Karl Atteln

Figurenbau
Dieter Mahlzacher

Regieassistenz
Angelika Drexler-Ferrari

Licht- und Tontechnik
Patrick Frautschi
Reinhard Blaschke
Patrick Massler
Jürgen Eck

Wir danken für die freundliche Genehmigung der Texte:
Edition Nautilus Hamburg, Wladimir Kaminer Berlin, The Nobel Foundation 2009
Stockholm, Silberburg Verlag Tübingen, Suhrkamp Verlag Berlin