Interkulturelles Frauen Theater Experiment (2016)

P1800220_HD_kleinUnter der Trägerschaft des Herxheimer Dorftheater e.V. trafen sich (von Januar bis Juli 2016) Frauen unterschiedlichen Alters zu einem Interkulturellen Frauen Theater Exerperiment.

Die Frauen teilten  – unter der Anleitung von Monika Kleebauer (Chawwerusch Theater) – Erfahrungen, Erinnerungen, Geschichten und Lieder. Und so entstand über alle Sprachbarrieren hinweg ein herzlicher Kontakt. Das Augenmerk lag nicht auf dem Unterschiedlichen oder Traumatischen, sondern auf dem, was Frauen aus aller Welt einander verstehen lässt. Viele Fäden sind geknüpft worden. Interessantes, Anrührendes, Bewegendes haben die Teilnehmerinnen miteinander erlebt. Sie haben viel gelacht und manchmal geweint. So entwickelten sich spielerisch kleine Szenen, Bilder und Lieder rund um das Thema ‚Freundinnen‘. Ein Bogen spannt sich von der Kindheit der Mitspielerinnen bis hin zum reifen Frauenalter. Mehr als einmal haben die Frauen erfahren, dass es in ihren Leben und Träumen doch mehr Verbindendes als Trennendes gibt.

Im Juli gab es zwei Aufführungen bei uns im Chawwerusch Theatersaal. Die Frauen aus Syrien, Eritrea, Äthiopien, Sri Lanka, Moldawien, dem Iran und Herxheim ließen dabei eine Vielfalt an Sprachen und Musik erklingen. Bewegung wurde in Bilder, Erzählungen wurden zu Szenen umgesetzt.

„Wenn Frauen aus sieben Nationen ohne gemeinsame Sprache, aber mit dem festen Willen gegenseitigen Verständnisses, ein Theaterstück erarbeiten, dann ist das ein Wagnis mit ungewissem Ausgang. Wie wunderbar, dass das Projekt „Amigas – Freundinnen“ des Herxheimer Dorftheaters unter Monika Kleebauer im Chawwerusch-Theatersaal einen so bewegenden Erfolg feierte. Wieder einmal stimmt: wer wagt, gewinnt. (…) Monika Kleebauer, die weder Sprachbarrieren noch kulturelle Differenzen scheute, dieses Kräfte zehrende Projekt als Integrationsbeitrag der Flüchtlinge zu stemmen, hat im Schulterschluss mit den „Herxemer Weibsbildern“, … so viel psychologisches Einfühlungsvermögen, Geduld und Sensibilität bewiesen, dass sie genau den richtigen Nenner traf: Die internationale Begegnung auf Augenhöhe mit dem Fokus auf das Verbindende.“ (DIE RHEINPFALZ, 13.07.2016)

„… das Ergebnis ist absolut sehenswert. (…) Das Theaterstück ist ein gelungenes „Experiment“, das nach einer Fortsetzung verlangt …“ (Pfalz-Express, 11.07.2016)