Nicht der wahre Jakob
Eine irdische Pilgerreise

Obere Hauptstraße 14
76863 Herxheim bei Landau
Tel. 07276/5991
Wegbeschreibung

Fotogalerie
Videoclip

Download

       

"Monika Kleebauer ist die Rolle der schwäbelnden Metzgersfrau mit ihrem warmherzigen Humor samt bauernschlauer Lebenserfahrung wie auf den Leib geschneidert. Dieser guten Seele kann niemand widerstehen. Und so sitzen Paul, dem Ben Hergl ein plausibel einfaches Gemüt mit aufbrausender Unbeherrschtheit und linkisch-kompliziertem Wesen verleiht sowie „Paul”, der Jungspund, den Stephan Wriecz mit der richtigen Mischung aus Unnahbarkeit, Ungestüm und Lockerheit ausstattet, schlussendlich mit Margit in der Kirchenbank und schwenken ihre Köpfe im Pendeltakt des Weihrauchfasses. Zum Glockengeläut mischte sich der mächtige Applaus für diese intensive, besonders tragikomische Pilgerreise." (aus der Premierenkritik von Brigitte Schmalenberg in DIE RHEINPFALZ)


Nicht der wahre Jakob - eine irdische Pilgerreise

Drei machen sich auf den Weg. Auf den Jakobsweg. Sie folgen den Spuren des uralten Pilgerwegs nach Santiago de Compostela. Dabei haben sie das Übliche: Rucksack, Regenschutz, Zahnbürste.
Da geschieht das, was immer auf dem Pilgerweg passiert, sie treffen aufeinander: Margit, die Metzgersfrau, die Gelbwurst und Schinken zu Hause gelassen hat und sich an der Botanik freut. Paul, der Busfahrer, der endlich selber pilgern will, statt - wie es Jahre seine Aufgabe war - Pilger an ihr Ziel zu kutschieren. Und ein junger Mann, der sich so gar nicht in die Karten gucken lassen will und dem es obendrein gar nicht so wichtig ist, in Santiago anzukommen. Kein Wasser, kein Wunder, kein gar nichts – die Koordinaten geraten den dreien in der Einsamkeit und Gluthitze der spanischen Hochebene gehörig durcheinander. Wege werden zu Irrwegen, Landschaften werden zu Seelenlandschaften, Träume zu Albträumen.
Vielleicht liegt es aber auch am vierten Pilger, der von den anderen unerkannt am Geschehen teilnimmt. Es ist der mittelalterliche Mönch Pelayo. Er hatte um 800 das Grab des Apostels Jakob wieder entdeckt. Seither ist er auf einer ewigen Pilgertour. Staunend, aber auch verwirrt, betrachtet Pelayo, was seine Entdeckung damals und heute auslöst.
Die Magie des Weges hat die drei erfasst.
Plötzlich hat es Paul, der Busfahrer, nicht mehr so eilig. Margit entwickelt verstörende Gefühle dem jungen Mann gegenüber. Und der wird von Schatten seiner jungen Vergangenheit eingeholt.
Umkehren oder weitergehen? Alleine, zu zweit oder zu dritt?
Geht Aufgeben? Oder geht’s irgendwo immer weiter?
Bis die drei unter dem schwingenden Rauchfass in Santiago sitzen werden, müssen sie noch einiges an Staub schlucken und Seelenballast loswerden.
Unterhaltsam wird „Nicht der wahre Jakob“ auf jeden Fall sein: Für Pilger und solche, die es werden wollen. Also für fast jeden.
Unterwegssein ist für Chawwerusch schon seit vielen Jahren Thema. Auch dieses Stück handelt vom Unterwegssein, von den Kräften, die mobilisiert werden, wenn man unterwegs ist und nur das mitnehmen kann, was man selbst tragen kann.
„Nicht der wahre Jakob"wird im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz zum Thema 'Gott und die Welt' realisiert. Der aus der christlichen Tradition entstandene Pilgerweg nach Santiago bildet die Folie, auf der sich die Pilger heute ihren Sinnfragen stellen.
Eine spannende Auseinandersetzung zwischen Tradition und Moderne also.

Nicht der wahre Jakob
Eine irdische Pilgerreise

Buch
Ro Tritschler, Ben Hergl

Es spielen
Ben Hergl
Monika Kleebauer
Andreas Konrad
Stephan Wriecz

Regie
Herbert Fischer
Bühnen- und Kostümbild
Ilona Lenk
Tontechnik
Karl Atteln
Regieassistenz
Angelika Drexler-Ferrari



Herzlichen Dank für die Unterstützung der Produktion an:
logo sparkasse süw logo lottostiftung Logo ministerium
Landkreis Südliche Weinstraße, Bezirksverband Pfalz und Ortsgemeinde Herxheim