Der Lavendel der Langgässer

Obere Hauptstraße 14
76863 Herxheim bei Landau
Tel. 07276/5991
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Der Lavendel der Langgässer
von Ro Tritschler

Ein Stück (Nach-)Kriegsgeschichte, eine intelligente Gesellschaftsstudie, ein spannendes Dichterporträt, vor allem aber das Herantasten an eine hochkomplexe Mutter-Tochter-Beziehung bündeln sich in Ro Tritschlers ergreifendem Stück „Der Lavendel der Langgässer" … Dem Publikum stockte der Atem, bevor sich Dank und Anerkennung in aufbrandendem Beifall Bahn brachen… (DIE RHEINPFALZ)

Zwischen 1945 und 1955 galt Elisabeth Langgässer als eine der bedeutendsten Literatinnen Deutschlands. In der grausamen Arithmetik der Nazis als „Halbjüdin“ eingestuft, hatte sie während des Nationalsozialismus Publikationsverbot.
In Alzey geboren, verbrachte sie ihre letzten Lebensjahre 1948-1950 in Rheinzabern, nachdem sie und ihre Familie mit dem sprichwörtlich letzten Zug aus dem belagerten Berlin entkommen konnten.

Als Lorle, eine junge Frau aus Rheinzabern, morgens in den Zug steigt, ahnt sie nicht, dass sie bald aus der beschaulichen dörflichen Idylle herausgerissen und Zeugin einer der tragischsten Mutter-Tochter-Beziehungen der Nachkriegszeit wird.
Elisabeth Langgässer erwartet am selben Bahnsteig ihre Tochter Cordelia. Die Tochter hat Auschwitz überlebt und nun treffen sich Mutter und Tochter nach fünf Jahren der Trennung wieder. Beide ersehnen diese Begegnung. Und doch belastet etwas Dunkles das Wiedersehen. Lorle und mit ihr das ganze Dorf werden langsam hineingesogen in die Geschehnisse. In der Kirche, beim Friseur und im Wirtshaus, überall scheint die Sternguckerin, wie die Dorfbewohner die Langgässer nennen, präsent zu sein. Bis auch das Dorf sich die Frage stellen muss: Vergessen oder erinnern? Verschweigen oder verzeihen? Und kommt es tatsächlich soweit, dass nur noch der Gartenzwerg im Wirtshaus Hubertus die Antwort weiß?

Mit dieser Produktion präsentiert das Chawwerusch Theater einen außergewöhnlichen Blick auf Zeitgeschichte, von Ro Tritschler sorgfältig recherchiert und spannend in Szene gesetzt.
Bei aller Tragik entfaltet „Der Lavendel der Langgässer“ aber auch eine zarte, unaufdringliche Komik.

Textauszüge mit freundlicher Genehmigung von Claasen Verlag in der Ullstein Buchverlage GmbH Berlin, Carl Hanser Verlag München, Verlag zur Megede Seeheim-Jugenheim

Der Lavendel der Langgässer
von Ro Tritschler

Es spielen
Felix S. Felix
Bettina Forster
Franziska Trischler

Buch und Regie
Ro Tritschler
Dramaturgie
Franz Xaver Ott
Bühnenbild
Martin Metz
Musik/Toneinspielung
Karl Atteln
Stimmarbeit
Franziska Trischler
Näharbeiten
Heike Malthaner, Nicole Schneider
Bühnenbau
Stephan Flick
Regieassistenz
Sybille Romeis

Literaturwissenschaftl. Beratung
Dr. Sonja Hilzinger

  Herzlichen Dank für die Unterstützung der Produktion an:  
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dem Kreis Südliche Weinstraße,
dem Bezirksverband Pfalz,
der Ortsgemeinde Herxheim,
der Stadt Alzey,
Gemeinde Rheinzabern