 „Der Garten, das seid Ihr!
Nehmt Eure Bilder, Eure Erinnerungen und Eure Visionen,
und Ihr werdet niemals ohne Garten sein!“
Wir befinden uns in einer Laubenkolonie, einem Schrebergarten oder wie man heute sagt in einer Kleingartenanlage. Viele dieser Anlagen liegen hinter einem Bahndamm, an der Autobahn oder grenzen an ein Industriegebiet. Unsere grüne Idylle liegt hinter einer blauen Fabrik.
Auf den ersten Blick sehen wir eine ganz normale Laubenkolonie: Gärtnernde Individualisten, die ihre einzigartigen Rosen und Kartoffeln hochpäppeln, aber auch im gemeinsamen Einsatz die Anlage in Schuss halten. Als Verein sind sie bestens organisiert und verfügen über ein ausgefuchstes Regelwerk, mit dem das Zusammenleben genau geordnet ist. Man erfreut sich an den Jahreszeiten, dem Wachsen, Blühen und Vergehen und feiert mit Lust das Blüten-, ebenso wie das Sommerfest. Die Gartenfreunde sehnen sich nach einem ausgeglichenen, erfüllten und naturnahen Leben, jenseits von Arbeitsstress, Katastrophen, Familien- und Alltagsproblemen.
Auch die Bewohner der Laubenkolonie Zaunkönige e.V. sind also auf der Suche nach dem verloren gegangenen Paradies: Der engagierte erste Vorsitzende, sein aufmerksamerStellvertreter, die romantische Frau Wegner, der gestresste Ex-Banker, die kommunikative Kioskbesitzerin, der scheue Herr Tiefenbach, der urige Sepp, die exotische Emigrantin und der junge zupackende Matze.
Doch auf den zweiten Blick sehen wir, dass wir uns mitnichten in einer ganz normalen Kleingartenanlage befinden. Denn die Bewohner sind keine Freizeitgärtner. Sie haben der Welt da draußen aus verschiedenen Gründen den Rücken gekehrt und ihre Lauben zu ihrer Heimat gemacht. Hier wollen sie – Quertreibern und blauem Staub trotzend - nach ihren eigenen Regeln glücklich werden und nur den Gesetzen der Natur folgen, die ihnen so vertraut wie ein menschliches Wesen erscheinen.
 „Als Allerschönste bist du anerkannt,
bist Königin des Blumenreichs genannt;
Unwidersprechlich allgemeines Zeugnis,
Streitsucht verbannend, wundersam Ereignis!
Du bist es also, bist kein bloßer Schein,
in dir trifft Schauen und Glauben überein."
(Johann Wolfgang von Goethe)
Eines Tages geschieht etwas Phantastisches: Eine geheimnisvolle junge Frau erscheint, die die Gartenfreunde mit anderen Augen betrachtet und neugierige Fragen stellt. Plötzlich erscheint den Bewohnern das Leben in der Gartensiedlung in einem völlig anderen Licht ...
Dieses Sommer-Freilichtheaterstück zeigt keine realen, sondern gleichnishaft bewegte, bildhafte und poetische Szenen über menschliche Schwächen, Sehnsüchte und gesellschaftliche Konflikte. Sprechchöre begleiten und kommentieren die Handlung.
„Wollt Ihr Näheres wissen? Neugierig auf die Geschichte?
Gut, dann spitzt nun die Ohren und sperrt die Augen weit auf.
Der Zaun gibt jetzt den Blick Euch frei auf eine grüne,
verhexte Laubenpieperschrebergartenbühne.“ |
von Walter Menzlaw, Michael Bauer
und Ensemble
Es spielen
Felix S. Felix
Ben Hergl
Thomas Kölsch
Birte Hebold
Inaam Wali-Al Battat
Felix Berchtold
Alexandre Bytchkov
Live-Musik
Alexandre Bytchkov
Buch und Regie
Walter Menzlaw
Dramaturgie, Liedtexte, Sprechchöre
Michael Bauer
Komposition
Ben Hergl
Bühnen- und Kostümbild
Natalia Haagen
Ausführung Bühne
Schreinerei Stephan Flick
Jürgen Trauth (C2 Umwelttechnik)
Malergeschäft Zotz
Reinhard Blaschke
Tonaufnahmen
Karl Atteln
Regieassistenz
Gabi Kolain
Licht und Tontechnik
Patrick Frautschi
Reinhard Blaschke
Technik
Reinhard Blaschke
Georg Seyboldt
Tourtechnik
Georg Seyboldt, Felix Berchtold, Philipp Hetzler, Jan Maintz, Patrick Uhlmann
Verkauf
Claudia Dudenhöffer
Monika Kleebauer
Theater-Büro
Elke Lauth
Alle Spieltermine finden Sie unter unterwegs.
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