Gastspiel “Die ganze Hand” am 13.04.

Der nächs­te Höhe­punkt unse­res Jubi­lä­ums­jah­res ist das Gast­spiel des renom­mier­ten Thea­ters Lin­den­hof: “Die gan­ze Hand. Eugen Bolz. Poli­ti­ker und Wider­ständ­ler.” Das am Sams­tag, den 13. April im Elmar-Weil­ler-Fest­saal in Herx­heim auf der gro­ßen Büh­ne gespielt wird.

Der Rot­ten­bur­ger Eugen Bolz war über­zeug­ter Demo­krat und Christ und ein Wider­ständ­ler ganz eige­ner Prä­gung. Vor der Macht­er­grei­fung des NS-Regimes war er in Würt­tem­berg, erst Jus­tiz­mi­nis­ter, dann Innen­mi­nis­ter und Staats­prä­si­dent. Zudem war er Abge­ord­ne­ter des Reichs­ta­ges in Ber­lin, wo er trotz eige­ner Zwei­fel, für das Ermäch­ti­gungs­ge­setz gestimmt hat­te. 1933 wur­de er in Stutt­gart von den Natio­nal­so­zia­lis­ten aus sei­nen Ämtern vertrieben.
Bereits 1934 for­mu­liert er: „Bei offen­sicht­li­chen und dau­ern­dem Miss­brauch der Staats­ge­walt besteht ein Not­wehr­recht des Vol­kes“. Er war viel rascher, viel wei­ter als sei­ne spä­te­ren Mit­ver­schwö­rer im Schat­ten­ka­bi­nett um Carl Fried­rich Goer­de­ler. Nach einem erfolg­rei­chen Atten­tat auf Hit­ler soll­te Bolz als Kul­tus­mi­nis­ter in Deutsch­land das Land wie­der mit auf­bau­en. Doch so weit kam es nie. Das Stauf­fen­berg-Atten­tat schei­tert. Eugen Bolz wird durch das Regime ver­haf­tet, ver­hört und zum Tod ver­ur­teilt. Bis zuletzt blieb er sei­nen christ­li­chen Idea­len treu. Demo­kra­tie und Par­la­men­ta­ris­mus waren für ihn ohne Alternative.


Jere­mi­as Hep­pe­l­er, ein jun­ger Autor aus dem Donau­tal, hat einen fri­schen Zugang und einen viel­fäl­ti­gen Blick auf das Leben von Eugen Bolz gewor­fen. Unse­re Per­spek­ti­ve auf die Geschich­te und deren Erzäh­lung wer­den eben­so the­ma­ti­siert wie die Mög­lich­kei­ten, die­ses Leben und sei­ne Wir­kun­gen im Heu­te greif­bar zu machen.

Autor: Jere­mi­as Heppeler
Regie: Chris­tof Küster
Büh­ne und Kos­tü­me: Maria Mar­ti­nez Peña

Kar­ten für den 13. April gibt es hier.