Kleine Frau – was nun? – Pressestimmen

Sehr schwungvoll, unterhaltsam und originell lädt das Chawwerusch Theater seine Zuschauer auf eine musikalische Zeitreise ein. (SWR aktuell, 7.6.2018)

Das Chawwerusch Theater bietet einen kunterbunten Polit-Abend zwischen Pfalz und Berlin, bei dem die Menschen im Mittelpunkt stehen (…). „Kleine Frau, was nun?“ ist eine Collage aus Schauspiel, Slapstick, Musik und Gesang, eine Karikatur des politischen Lebens. (…) Komisch, tragisch, herzlich: Das Chawwerusch Theater wird seinem Anspruch mehr als gerecht und wird vom Dahner Publikum für den intensiven Theaterabend mit einem enthusiastischen Applaus bedacht. (DIE RHEINPFALZ, 3.7.2018)

Die südpfalzische Gruppe, die völlig zu Recht zu den besten freien Theatern im Südwesten gezählt wird, zeigte … einmal mehr, dass sie geschickt und eindringlich, dass es Zeitgeschichte und persönliche Schicksale der „kleinen Leute“ miteinander verweben kann. (NAHE-ZEITUNG, 27.8.2018)

Es ist ein gutes Stück geworden, gut geschrieben, gut inszeniert und gut gespielt. (…) Dmitrij Koscheew, der das ganze Stück wie ein Stummfilmpianist am Klavier begleitet, hat seine Bühnenmusik maßgeschneidert: Volkslieder fürs pfälzische Dorf, freche Chansons für die Kabarettszene, sozialistische Arbeiterlieder für die Demonstrationen und elegante Übergänge von einem zum andern – schon an den Klängen konnte man die verschiedenen Milieus auseinander halten. Hinsehen sollte man aber bei den expressionistischen Bühnenbildern und genau darauf abgestimmten Kostümen.
(DIE RHEINPFALZ, 9.6.2018)

Walter Menzlaw, Autor und Regisseur des Theaterstücks, hat geschickt die historischen Ereignisse mit dem Leben von Luise verwoben. So ist die Geschichte in der Zeit rund um die Weimarer Republik fassbarer, lebendiger und menschlich erfühlbar geworden. (…) Felix S. Felix füllt die Rolle der Tante Berta hinreißend komisch aus, divenhaft und leicht verrucht, gerissen und berechnend. (…) Monika Kleebauer verkörpert die aufrichtige und durchsetzungsfähige Frau sehr authentisch und kraftvoll. (…) Grimm spiegelt die Entwicklung, die sie durch die Ereignisse und Begegnungen an sich selbst erfährt, berührend und einfühlsam wider. Sie lässt den Zuschauer teilnehmen. Doch auch Frieder, ihr Verlobter, hat eine Entwicklung durchgemacht, die Thomas Kölsch dynamisch darzustellen weiß. (…)
Die visionären Aufbruchstimmungen, die verzweifelten Momente, der Hunger nach Frieden und Ordnung, die gesellschaftlichen Umwälzungen bis zum Erstreiten des 8-Stunden-Arbeitstags und des Frauenwahlrechts, die massiven Veränderungen in jener Gesellschaft nach dem 1. Weltkrieg, all das hat der Autor Walter Menzlaw in ein 2 ¼ stündiges (inkl. Pause) Bühnenstück gepackt.
Das lustvolle Erzählen Ben Hergls, die fantastische Darstellungsweise der einzelnen Protagonisten in Verbindung musikalischer Klangerlebnisse, ließen am Ende das Publikum frenetisch Beifall klatschen. Es war eine brillante Darbietung des Chawwerusch Theaters.
(PFALZ-EXPRESS, 11.6.2018)