Oh Romeo – Pressestimmen

„Miriam Grimm als Julia und Stephan Wriecz als Romeo brauchen für ihr Zwei-Personen-Kammerspiel nur wenige Requisiten. Eine weiße Bühne, eine Leinwand und ein Podest reichen ihnen völlig aus, um das Publikum in Romeos Taxi und Julias Wohnung mitzunehmen. Das, was fehlt, füllen sie mit ihrer bemerkenswerten Präsenz und ihrem lakonischen, mitunter beiläufigen Spiel.
Weitere Personen – wie Romeos Freund Mercutio (Andreas Krüger), Julias Bruder Tybald (Sebastian Borucki), Julias geschwätzige Mutter und Romeos autoritärer Vater tauchen nur in einem Video-Clip oder als Stimme aus dem Off auf. Dass die Inszenierung trotzdem so intensiv wirkt, ist der hervorragenden Regie-Arbeit von Andreas Krüger zu verdanken…“ (Barbara Mümpfer in der Allgemeinen Zeitung Alzey, 17.11.2017)

„Die Inszenierung von Andreas Krüger ist durchwirkt mit kreativen Einfällen und symbolträchtigen Details. Sie zeichnen ein dichtes Gesellschaftsgeflecht heutiger Unterschiede der Herkunft und Kulturen. Und das dank kompromisslosen Auftretens beider Schauspieler. Denn da plätschert keine seichte Geschichte dahin. Da prasselt eine hernieder – verzerrte Stimmen, rotblaue blitzlichtartige Schnitte inklusive. Jedes Beziehungsdetail wird aufgegriffen, angerissen und verbal gekürzt. Kurz, rasant, wie weggewischt. (…) Übrig bleibt am Ende ein beängstigend aufwühlender Nachhall. Deswegen unbedingt empfehlenswert.“ (Isabelle Girard de Soucanton in der RHEINPFALZ, 28.11.2017)

„Krügers Inszenierung Oh Romeo ist eine tatsächliche und eine sehr gelungene Expedition in die Welt eines digitalisierten Kammerspiels, in der die real auf der Bühne auftretenden Schauspieler um eine beliebige Menge weiterer Darsteller auf einer Leinwand erweitert werden kann. (…) Grimm und Wriecz glänzen vor allem im Zwiegespräch mit einer bemerkenswerten Präsenz. Dann, wenn sich das Schauspiel alleine auf der Bühne verdichtet, verleihen sie der Shakespeare-Tragödie ihre ursprüngliche Intensität, die thematische Wucht und den romantischen Pathos. Krüger fügt zeitgenössischen Witz hinzu.“ (Premierenkritik in der RHEINPFALZ von Stephan Alfter, 04.10.2016)