Sein oder nichtS sein – Pressestimmen

“… bleibt das Ensemble zwar sehr eng am Original, schafft es aber dennoch, die recht komplizierte Handlung der Shakespeare Tragödie auf sehr amüsante und spritzige Art auf die Bühne zu bringen. Schlüpfen die beiden Schauspieler Ben Hergl und Thomas Kölsch z.B. in die Rollen der Totengräber, darf bei Shakespeare sogar mal Pfälzisch gesprochen werden.” ((SWR4, Helga Gnägy, April 2010)

“… in dieser Inszenierung haben Sprachwitz, Klamauk und Situationskomik ohnehin die Oberhand, und  Chawwerusch wäre nicht  Chawwerusch, wenn es Shakespeares Hamlet nicht eine neue Dimension und eine ganz eigene Note abgewinnen könnte. Die durchzieht das temporeiche Stück, das nur wenige Requisiten braucht, die Handlung aus vielen raffinierten Perspektiven erschließt und ganz ohne Musik- und Toneinspielungen auskommt, mit einer spannungsgeladenen Rhythmik. (…) Der Rap, mit dem sich Hamlet im Dialog mit seinem Gewissen (das den Freund Horatio ersetzt) für „Ver – r – ückt” erklärt, ist in jeder Hinsicht eine Wahnsinnsnummer, deren Pulsschlag in abgeänderter Form immer wieder aufflackert und im finalen Duell zwischen dem tragischen Helden und seinem Oheim Claudius beim Kreuzen der Stockschläge seinen Widerhall findet. Am Ende gibt es natürlich auch bei der süffisant-philosophisch umgemodelten Frage nach dem „Sein oder nichtS sein” all die Toten, die schon das Original fordert.” (DIE RHEINPFALZ, 03.05.2010)

“Wenn sich das herumspricht bei den Sparkommissaren des Kulturbetriebs, müssten Theaterensembles zittern. An die zwanzig Rollen hat Shakespeare in seinen „Hamlet“ hineingeschrieben, aber das Chawwerusch Theater braucht nur zwei Schauspieler für das komplette Stück. Und am Ende hat man nicht einmal das Gefühl, dass außer der Tragik des Stoffes viel gefehlt habe. „Sein oder nichts sein“ hat der Autor und Regisseur Walter Menzlaw seine Kompaktfassung genannt, und das berühmteste Zitat der dramatischen Literatur wird im Verlauf von gut anderthalb Stunden auch genüsslich zelebriert. (…) Ben Hergl, Chawwerusch-Darsteller von Anfang an und Thomas Kölsch spielen im beständigen Wechsel der Rollen so virtuos und locker, dass die Szenen improvisatorische Frische ausstrahlen, obwohl sie doch mit choreografischer Genauigkeit angelegt sind. So leichtfüßig diese Shakespeare-Variante daherkommt, so stark ist doch die innere Spannung des Darsteller-Duos, das überdies eine präzise Sprachbehandlung pflegt. Von dieser Genauigkeit im Leichten könnten sich manche Freilichtbühnen etwas abschauen.” (DARMSTÄDTER ECHO, 07.06.2010)

“.. was Ben Hergl und Thomas Kölsch auf die Bühne zauberten, war Theater der Spitzenklasse. …  Auch die von Shakespeare selbst in das Stück eingearbeitete Mehrstufigkeit schauspielerischer Darstellung steigerten Kölsch und Hergl durch die Involvierung des Publikums in einzelnen Szenen. …  Die schauspielerische Leistung war beeindruckend.  So zeichnete Hergl ausdrucksstarkt das Psychogramm einer Ophelia, (..:) ohne plump zu wirken. Die Darstellung des an und in sich zweifelnden Hamlets gelang Kölsch ebenso auf hohem Niveau und klar nachvollziehbar. ….Chawwerusch zeigte, dass es möglich ist, ein großes Schauspiel ohne überdrehtes Regietheater oder historisierende Dekoration auf die Bühne zu bringen und das Publikum zu begeistern.” (ÖFFENTLICHER ANZEIGER BAD KREUZNACH, 28.08.2012)