Ausblick Sommerstück 2022

Donaukinder – Eine rumäniendeutsche Geschichte

Premiere am 6. Mai 2022 im Rahmen der Eröffnung des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2022: „Kompass Europa: Ostwind“

Mehr als 2800 Kilometer strömt sie durch zehn Länder, bis sie schließlich ins Schwarze Meer mündet – die Donau.
Seit Jahrhunderten bringt sie Waren und Menschen in den Osten. Generationen von Siedler*innen haben die Donau hinab der Wildnis und dem Sumpf ihre kleinen Siedlungen, ihre Höfe und Felder abgerungen. Die Donauschwaben entwickelten ihre eigene Kultur im heutigen Rumänien. Sie behielten aber ihre deutsche Sprache über Jahrhunderte. Ihre Dörfer blieben oft kleine Inseln in der Fremde.

Wir sind in den 90er Jahren, der eiserne Vorhang ist gefallen, das Ceausescu-Regime endlich überwunden und ein kleines Dorf in der Nähe von Temeswar, im heutigen Rumänien, feiert sein 300-jähriges Jubiläum. Da trifft sich eine Familie wieder: Eine ausgewanderte Systemkritikerin auf der einen Seite und die Daheimgebliebenen auf der anderen. Es wird gefeiert, getanzt, getrunken und die ehrwürdige Geschichte des Dorfes heraufbeschworen. Aber bald brechen auch alte Wunden auf: Es geht um Schuld, um Feigheit, um Verrat und um Sehnsucht. Jeder hat hier sein Geheimnis, seine Leiche im Keller.
Aber anders als gewöhnlich bleibt diese Leiche nicht reglos im Keller liegen, sondern hebt ihr Haupt, sobald die Sonne untergeht.

In „Donaukinder“ geht es um die Schicksale und die Bewegründe der Banater Schwaben, die nach dem zweiten Weltkrieg zurück in die „alte Heimat“ Deutschland flohen, oder später dem Regime in Bukarest abgekauft wurden.

Es spielen
Miriam Grimm, Ben Hergl, Thomas Kölsch, Alexander Müssig, Claudia Olma, Stephan Wriecz

Buch
Danilo Fioriti

Regie
Uwe John

Bühnen- und Kostümbild
Franziska Smolarek

Dramaturgie
Ben Hergl

Komposition
Moritz Erbach