8.11.: Gedenkfeier zu den Novemberpogromen und Gastspiel “Mein Onkel David” in Herxheim

„Mein Vater konn­te dar­über nicht spre­chen. Er woll­te mich schüt­zen, glau­be ich. Ich merk­te, dass es ihm weh­tat, und frag­te nicht nach, damals, als ich klein war.“ In Svet­la­na Fou­rers Fami­lie wur­de jahr­zehn­te­lang geschwie­gen. Erst die Recher­chen der Regis­seu­rin in den Archi­ven der Sho­ah Foun­da­ti­on leg­te die Lebens­ge­schich­te ihres Onkels David offen, der ein KZ-Über­le­ben­der war und die Ver­nich­tung eines Teils sei­ner Fami­lie über­leb­te. Hier­aus ent­stand die Pro­duk­ti­on “Mein Onkel David”, des Jun­gen Thea­ters Köln, die am Sonn­tag, den 8. Novem­ber 2026, um 19 Uhr im Chaw­we­rusch Thea­ter­saal gastiert.

„Mein Onkel David“ ist als begeh­ba­rer Erin­ne­rungs­raum kon­zi­piert, in dem Yaros­la­va Gor­obey den Wegen und Erfah­run­gen der jüdi­schen Fami­lie Och­land nach­spürt, ein­fühl­sam und zugleich kraft­voll beglei­tet von der Live-Musik des Ber­li­ner Musi­kers und Kom­po­nis­ten Mat­thi­as Bern­hold. Die Per­for­mance zeigt, wie eine Erin­ne­rung, die man selbst nicht gelebt und nicht erfah­ren hat, jede und jeden Ein­zel­nen von uns prä­gen kann.

Die Aus­ein­an­der­set­zung mit der Fami­li­en­ge­schich­te, zu der die­ser Abend ein­lädt, ist zugleich ein Gespräch mit uns als Gesell­schaft, mit Fra­gen nach Zuge­hö­rig­keit und der eige­nen Iden­ti­tät. Und nicht zuletzt die Suche nach einer Ant­wort auf die Fra­ge, wie jüdi­sches Leben in Deutsch­land heu­te, nach dem 7. Okto­ber 2023, mög­lich ist.

Davor fin­det um 17 Uhr in der Obe­ren Haupt­stra­ße 18 eine Gedenk­fei­er zu den Novem­ber­po­gro­men statt, die wir gemein­sam mit dem Hei­mat­ver­ein Herx­heim ver­an­stal­ten. Um 19 Uhr gibt Svet­la­na Fou­rer eine kos­ten­lo­se Ein­füh­rung zu „Mein Onkel David“ in der Probebühne.

Kar­ten zu 22 Euro (ermä­ßigt 13 Euro) kön­nen HIER und bei allen reser­vix-Vor­ver­kaufs­stel­len erwor­ben werden.