Heimwärts in die Fremde (2019)

Auf dem Gelän­de des Juli­us Kühn-Insti­tuts auf dem Geil­wei­l­erhof in Sie­bel­din­gen wird es 2019 eine beson­de­re Thea­ter­pre­mie­re geben: Anläss­lich des 50-jäh­ri­gen Jubi­lä­ums des Land­krei­ses Süd­li­che Wein­stra­ße, des 35-jäh­ri­gen Jubi­lä­ums des Chaw­we­rusch Thea­ters, des 30-jäh­ri­gen Jubi­lä­ums der Kreis­kul­tur­ta­ge und anläss­lich des Kul­tur­som­mer­the­mas „Heimat(en)“ zeigt das Chaw­we­rusch Thea­ter in einer Neu­in­sze­nie­rung das Erfolgs­stück „Heim­wärts in die Frem­de“ aus dem Jahr 1995 aus ganz neu­en Blick­win­keln als Eröff­nung der Kul­tur­ta­ge Süd­li­che Wein­stra­ße 2019. In der reiz­vol­len Kulis­se der his­to­ri­schen Gebäu­de und mit Blick auf die Rhein­ebe­ne wird eine Geschich­te von Heim­weh, Hass und Hoff­nung als unter­hal­ten­des Som­mer­thea­ter präsentiert.

Neben dem Ensem­ble des Thea­ters wer­den auch jun­ge Schauspieler*innen, Musiker*innen und erfah­re­ne Ama­teu­re, dar­un­ter auch Geflüch­te­te, ein­ge­bun­den. Die Insze­nie­rung des Stücks ist spe­zi­ell auf die­se Spiel­stät­te zwi­schen den Wein­ber­gen aus­ge­rich­tet und fei­ert am 16. August 2019 Pre­mie­re. Ins­ge­samt wird „Heim­wärts in die Frem­de“ vor Ort 11-mal auf­ge­führt und geht nicht auf Tournee.

In „Heim­wärts in die Frem­de“ sieht sich die jun­ge Eva Rosi­na Frank gezwun­gen, aus ihrem südpfälzischen Hei­mat­ort aus­zu­wan­dern. Getrie­ben von Armut, sozia­ler Aus­gren­zung und man­geln­den Zukunfts­chan­cen macht sie sich auf den Weg in das ‚gelob­te Land‘ Ame­ri­ka, um dort ein neu­es, glück­li­che­res Leben begin­nen zu kön­nen. Was treibt sie an, mit wel­chen Wider­stän­den wird sie kon­fron­tiert? Ist sie will­kom­men oder muss sie sich erneut auf den Weg machen?

Anhal­ten­de Wirt­schafts­kri­sen, Miss­ern­ten und poli­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zun­gen führ­ten seit den frü­hen 1830er Jah­ren in Deutsch­land zu einem kon­ti­nu­ier­li­chen Anwach­sen der Aus­wan­de­rung. Das Chaw­we­rusch Thea­ter sucht mit die­sen recher­chier­ten Aus­wan­de­rungs­schick­sa­len nach dem Heu­te im Damals. Chaw­we­rusch sieht die­ses Stück als einen Bei­trag zur gegen­wär­ti­gen Dis­kus­si­on und Aus­ein­an­der­set­zung mit dem The­ma Heimat.

Alle Vor­stel­lun­gen sind ausverkauft.