Spielzeit 2026/2027: An einem Tisch

Der Tisch ist klas­si­scher Schau­platz für Ver­hand­lun­gen, Abend­essen und Fami­li­en­rä­te. Hier wer­den Geschich­ten geteilt und Kon­flik­te aus­ge­tra­gen. Der Tisch lädt ein, Platz zu neh­men, teil­zu­ha­ben und Teil einer Gemein­schaft zu wer­den. Er bedeu­tet Gleich­be­rech­ti­gung, denn hier hören wir ein­an­der zu, auch wenn die Mei­nun­gen auseinandergehen.
Dabei ist klar: an unse­rem Tisch ist jede*r will­kom­men, egal aus wel­cher sozia­len Schicht, wel­cher Her­kunft oder wel­cher sexu­el­len Orientierung.

An einem Tisch tref­fen sich in die­ser Spiel­zeit so eini­ge unter­schied­li­che Per­sön­lich­kei­ten: Schwimmer*innen und Nichtschwimmer*innen; berühm­te Per­so­nen aus der Kunst und nor­ma­le Bürger*innen; rei­che Erben­de und die­je­ni­gen, die gera­de so über die Run­den kom­men; die­je­ni­gen, die an ein Leben im Dorf glau­ben, und sol­che, die nur in der gro­ßen wei­ten Welt glück­lich sind.

Unsere Premieren in dieser Spielzeit 

“Zwei Eier im Glas, bit­te sehr! — Im Roma­ni­schen Café der Gol­de­nen 20er”
Pre­mie­re am Frei­tag, 2. Okto­ber 2026
Urauf­füh­rung
Unser Thea­ter­saal ver­wan­delt sich in das Roma­ni­sche Café der Gol­de­nen 20er Jah­re! Die Büh­ne ist mit­ten zwi­schen Kaf­fee­haus-Tischen ange­ord­net, Büh­ne und Zuschau­en­den-Raum wer­den eins. In der ange­spann­ten und vibrie­ren­den Zeit zwi­schen zwei Welt­krie­gen tref­fen Schwimmer*innen und Nichtschwimmer*innen auf­ein­an­der. Ers­te­re nann­te man die berühm­ten Per­sön­lich­kei­ten aus der dama­li­gen Kunst- und Kul­tur­sze­ne, wie Anna Seg­hers oder Bil­ly Wil­der, zwei­te­re waren die Nor­mal­sterb­li­chen, die sich gera­de so zwei Eier im Glas leis­ten konn­ten und von ihrem Platz im Café aus neu­gie­rig die Berühmt­hei­ten beobachteten.

“Was man von hier aus sehen kann”
Pre­mie­re am Frei­tag, 5. März 2027

Der bekann­te Roman von Maria­na Leky ver­webt auf warm­her­zi­ge Wei­se Lie­be, Tod und das Erwach­sen­wer­den in einem klei­nen Dorf. Am Küchen­tisch von Sel­ma tref­fen nicht nur Enke­lin Lui­se und ihr bes­ter Freund Mar­tin, son­dern jede Men­ge exzen­tri­scher Figu­ren auf­ein­an­der. Zum Bei­spiel der Opti­ker, der schon hun­der­te Anfän­ge von Lie­bes­brie­fen an Sel­ma geschrie­ben hat, oder Lui­ses Vater, der mehr Welt rein­las­sen will, des­halb einen Hund namens Alas­ka kauft und dann doch nie da ist. Als ein Oka­pi auf­taucht und damit einen dro­hen­den Ver­lust anzeigt, fin­den die Figu­ren in der Gemein­schaft des Dor­fes Trost und Verständnis.

“Meins bleibt meins — Eine sati­ri­sche Komö­die übers Erben und Tei­len” (Arbeits­ti­tel)
Pre­mie­re am Frei­tag, 28. Mai 2027 Urauf­füh­rung
Ange­sichts der enor­men Ver­mö­gens­un­gleich­heit in unse­rer Gesell­schaft wür­de man sich einen ver­mit­teln­den Tisch wün­schen, an dem über Erb­schafts- und Ver­mö­gens­steu­er gespro­chen wird. Wäh­rend man­che Men­schen Mil­lio­nen besit­zen, müs­sen ande­re trotz har­ter Arbeit am Monats­en­de jeden Cent ein­zeln umdre­hen. Die absurd-komi­sche Sei­te die­ser will­kür­li­chen Ver­tei­lung von Kapi­tal qua Geburt, das über Gene­ra­tio­nen wei­ter­ge­ge­ben wird, zeigt unser dies­jäh­ri­ges Som­mer­stück. Eine Komö­die, die unse­re ver­meint­li­che Chan­cen­gleich­heit und den gesell­schaft­li­chen Umgang damit kri­tisch hinterfragt.