PREMIERE: Der Theatersaal wird zum “Romanischen Café”
“Zwei Eier im Glas, bitte sehr!” — So simpel die kleine Speise auch ist, die Kellner*innen servieren sie mit Grandezza und ganz viel Selbstbewußtsein an den Bistrotischen des berühmten Romanischen Cafés im Berlin der Goldenen 20er Jahre. Und Sie sind als Publikum mittendrin, denn für einen Tag wird der damalige Treffpunkt der Berliner Avantgarde in unserem Theatersaal noch mal lebendig. Premiere ist am Freitag, 2. Oktober, alle Spieltermine bis Ende des Jahres sind HIER zu finden.
Die erfahrenen Servicekräfte stellen Ihnen ihre Stammkundschaft vor, ihre geheimen Wünsche und Sorgen und den Stand ihrer Barschaft. Einer der solventeren Gäste ist Max Slevogt. Er hat sich zwar gerade einen Hof in der Pfalz gekauft, ist aber trotzdem wieder in Berlin im Romanischen Café. Denn hier versammeln sich die damals bereits berühmten Intellektuellen ebenso wie kommende Geistesgrößen und inspirieren sich gegenseitig: Gottfried Benn, schon bekannt für seine Gedichte, feilt sprachverliebt an einem Reim. Der Dadaist John Höxter erbettelt sich ein paar Pfennige im Austausch für die frischeste Neuigkeit. Die junge Anna Seghers, ursprünglich aus Mainz, gibt sich ebenso ein Stelldichein wie Samuel Wilder, der später mit dem Vornamen „Billy“ in Hollywood für Furore sorgen wird oder auch Mascha Kaléko, eine der wenigen deutschsprachigen Dichterinnen der Neuen Sachlichkeit. Mehr zum Stück