“Was man von hier aus sehen kann” — Stückinfo
Nach dem Bestseller von Mariana Leky
Immer wenn Luises Großmutter Selma im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Niemand weiß, wen es treffen wird, und so erledigen alle ruck zuck, was ihnen wichtig scheint. Sie gestehen sich Geheimnisse, wagen lange Unversuchtes oder lassen Dinge verschwinden. Was gilt es noch schnell zu sagen? Wer wird heimlich geliebt? Und was fängt man an mit der verbleibenden Zeit?
Fotograf: Stephan Wriecz
Mariana Lekys warmherziger Roman über die großen Themen des Lebens – Liebe, Verlust, Tod und den Mut, das eigene Glück zu wagen – hat ein Millionenpublikum verzaubert. Das Chawwerusch Theater bringt diese magische Geschichte voller feinsinnigem Humor und tiefer Melancholie auf die Bühne. In Selmas windschiefem Häuschen am Waldrand sitzt man gern am Küchentisch. Selma werden wichtige Briefe zur Durchsicht vorgelegt und sie hat in jeder Situation einen Ratschlag parat. Hier treffen nicht nur Enkelin Luise und ihr bester Freund Martin, sondern jede Menge exzentrischer Figuren aufeinander. Jede*r ist irgendwie eigen und anders, aber man nimmt sich, wie man ist. Zum Beispiel der Optiker, der schon hunderte Anfänge von Liebesbriefen an Selma geschrieben hat, oder Luises Vater, der mehr Welt reinlassen will, deshalb einen Hund namens Alaska kauft und dann doch nie da ist. Als das Okapi auftaucht und damit einen drohenden Verlust anzeigt, finden die Figuren in der Gemeinschaft des Dorfes Trost und Verständnis.
Ein berührender Theaterabend, der mit einem liebevollen Blick auf die menschlichen Schwächen feiert, was uns im Innersten zusammenhält. Denn manchmal muss man erst lernen, richtig hinzusehen, um das Wesentliche zu erkennen.
Premiere am 5. März 2027
Mit: Felix S. Felix, Andreas Krüger
Buch: Mariana Leky
Regie und Bühnenfassung: Susanne Schmelcher
Bühnen- und Kostümbild: Sarah Sauerborn
Dramaturgie: Sieglinde Eberhart
Rechte: Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG, Berlin im Auftrag für Graf & Graf GmbH