Alarm – Stückinfo

Ein Schüler ist seit drei Tagen nicht zum Unterricht aufgetaucht – unentschuldigt. Aufgebracht stürmt die Direktorin ins Klassenzimmer: Es gäbe Hinweise darauf, dass er sich, gemeinsam mit seiner Freundin, dem IS angeschlossen habe. Wie hat es nur soweit kommen können? Der Klassenlehrer könne doch sicher eine Erklärung dafür geben, er sei doch auch Muslim, oder?
Gemeinsam versuchen die Rektorin und der Klassenlehrer dem Verbleiben des Schülers auf die Spur zu kommen, verstricken sich dabei in ihre Vorurteile und in Halbwissen – und nicht zuletzt in ihrer eigenen Geschichte.
Eine fulminante Spurensuche zwischen Roadmovie und Kammerspiel, ein Stück über Rassismus und Vorurteile gegenüber anderen Religionen für Zuschauer*innen ab 13 Jahren.

Das Stück ist entstanden auf der Grundlage von Recherchen. Teil der Recherchearbeit waren Gespräche mit in Herxheim und Umgebung lebenden Menschen. Die Gespräche fanden in Form von intensiven, qualitativen, leitfadengestützten Interviews statt. Es ging uns nicht um Statistik, sondern um eine persönliche Bewertung der Situation bzw. um die Schilderung persönlichen Erlebens durch die Gesprächspartner*innen. Die Recherchephase wurde als Integrationsprojekt der Verbandsgemeinde Herxheim ausgezeichnet. Wir danken allen Gesprächspartner*innen für die Offenheit und die hilfreichen Informationen.

Premiere am 6. März 2020
Stückdauer ca. 75 Minuten, keine Pause

Wir empfehlen das Stück ab 13 Jahren bzw. ab der 8. Klasse.

Es spielen
Miriam Grimm
Olcayto Uslu

Regie
Ute Bansemir

Dramaturgie
Jan Deck

Buch
Jan Deck und Ute Bansemir

Bühnen- und Kostümbild
Gerd Friedrich

Regieassistenz
Milena Haubold

Technik
Kim Acker

Die Produktion wird gefördert vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz und der Leitstelle Kriminalprävention im Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz.
Wir danken den Unterstützer*innen der Expedition Chawwerusch.