JUDAS — Stückinfo

von Lot Vekemans

Judas ist einer der zwölf Jün­ger Jesu. Judas, ein Ver­rä­ter? Einer, der mit sei­nem Kuss die Maschi­ne­rie der römi­schen Besat­zungs­macht gegen Jesus in Gang setz­te und ihn dem Tod aus­lie­fer­te? Judas, ein Kol­la­bo­ra­teur? Doch wäre ohne die­sen Men­schen und sei­ne Tat, ohne sei­nen Judas­kuss, das Chris­ten­tum zu einer der gro­ßen Welt­re­li­gio­nen geworden?
Wie­der und wie­der wur­de die Judas-Figur in der Geschich­te als Begrün­dung für Anti­se­mi­tis­mus und Juden­feind­lich­keit miss­braucht – bis heu­te. Das Stück „JUDAS“ kann ein Bei­trag sein zur Aus­ein­an­der­set­zung mit his­to­risch gewach­se­nen, aber auch poli­tisch gelenk­ten Feindbildern.

Es gab in jedem Zeit­al­ter Spe­ku­la­tio­nen über Judas und sei­ne Moti­ve. Jetzt ist es an der Zeit, dass Judas selbst zu Wort kommt: Im Thea­ter­so­lo „JUDAS“ von Lot Veke­m­ans redet er selbst. In einer insze­nier­ten Show macht er den Ver­such, sei­ne Tat wie­der auf ein mensch­li­ches Maß zurück­zu­brin­gen. Und damit führt er sein Publi­kum dahin, wo es lie­ber nicht sein möch­te: zu dem Judas in sich selbst.

Das Stück ver­mag auch kir­chen­fer­ne Men­schen anzu­spre­chen, denn „JUDAS“ behan­delt zutiefst mensch­li­che Kon­flikt­li­ni­en: Wo kom­me ich her, was sind mei­ne Beweg­grün­de für mein Handeln?
Mei­ne Träu­me, mei­ne Utopien?

Pre­mie­re am 7. Okto­ber in Herxheim

Stück­dau­er ca. 70 Minu­ten, im Anschluss Publikumsgespräch

Es spielt
Ben Hergl

Buch
Lot Vekemans

Regie
Rosa Tritschler

Büh­nen- und Kostümbild
Fran­zis­ka Smolarek

Büh­nen­bau
Jür­gen Eck

Sound/Tontechnik
Karl Atteln

Pro­duk­ti­ons­lei­tung
Ben Hergl

Regie­as­sis­tenz
Ange­li­ka Drexler-Ferrari

Tech­nik
Kim Acker, Cars­ten Egger, Jür­gen Eck und Johan­na Kraus

Rech­te
Gus­tav Kie­pen­heu­er Bühnenvertriebs-GmbH

Geför­dert durch #2021JLID – Jüdi­sches Leben in Deutsch­land e.V.  aus Mit­teln des Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern, für Bau und Heimat.
Die Tour­nee wird geför­dert durch die Beauf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Medi­en im Rah­men des Pro­gramms NEUSTART KULTUR vom deut­schen Büh­nen­ver­ein.