JUDAS – Stückinfo

Das überraschende Plädoyer des vermeintlichen Verräters
von Lot Vekemans

Judas ist einer der zwölf Jünger Jesu. Judas, ein Verräter? Einer, der mit seinem Kuss die Maschinerie der römischen Besatzungsmacht gegen Jesus in Gang setzte und ihn dem Tod auslieferte? Judas, ein Kollaborateur? Doch wäre ohne diesen Menschen und seine Tat, ohne seinen Judaskuss, das Christentum zu einer der großen Weltreligionen geworden?
Wieder und wieder wurde die Judas-Figur in der Geschichte als Begründung für Antisemitismus und Judenfeindlichkeit missbraucht – bis heute. Das Stück „JUDAS“ kann ein Beitrag sein zur Auseinandersetzung mit historisch gewachsenen, aber auch politisch gelenkten Feindbildern.

Es gab in jedem Zeitalter Spekulationen über Judas und seine Motive. Jetzt ist es an der Zeit, dass Judas selbst zu Wort kommt: Im Theatersolo „JUDAS“ von Lot Vekemans redet er selbst. In einer inszenierten Show macht er den Versuch, seine Tat wieder auf ein menschliches Maß zurückzubringen. Und damit führt er sein Publikum dahin, wo es lieber nicht sein möchte: zu dem Judas in sich selbst.

Das Stück vermag auch kirchenferne Menschen anzusprechen, denn „JUDAS“ behandelt zutiefst menschliche Konfliktlinien: Wo komme ich her, was sind meine Beweggründe für mein Handeln?
Meine Träume, meine Utopien?

Es spielt
Ben Hergl

Buch
Lot Vekemans

Regie
Rosa Tritschler

Bühnen- und Kostümbild
Franziska Smolarek

Sound/Tontechnik
Karl Atteln

Rechte
Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs-GmbH

Premiere am 5. März 2021 im Chawwerusch Theatersaal

Gefördert vom Verein 321 – 2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.