Maria hilf – Pressestimmen

“Das Publi­kum war begeis­tert und betrof­fen. „Maria hilf“ ist ein Plä­doy­er für eine gerech­te, mensch­li­che und soli­de finan­zier­te Pfle­ge und gegen die pre­kä­re Beschäf­ti­gung und Aus­beu­tung halb­le­ga­ler Pfle­ge­kräf­te aus dem Aus­land. Daheim, in den eige­nen vier Wän­den, inmit­ten der Fami­lie den Lebens­abend ver­brin­gen, das wün­schen sich die meis­ten. Doch wer kann sich die­se Pfle­ge leis­ten? Vie­le Fra­gen und nur eine Ant­wort: Ein Hap­py End gibt es nicht, im bes­ten Fal­le eine mensch­li­che Lösung.” (Die Rhein­pfalz, 28.10.2019)

“Die drei Prot­ago­nis­ten neh­men das Publi­kum mit auf eine höchst emo­tio­na­le Rei­se. 90 Minu­ten lang und ohne Pau­se ver­deut­li­chen sie die schwie­ri­ge Lage jeder ein­zel­nen, ohne dass das Spiel auch nur ansatz­wei­se lang­wei­lig oder ein­tö­nig wür­de. Im Gegen­teil: Berüh­ren­de Tief­schlä­ge, heik­le All­tags­si­tua­tio­nen eben­so wie Situa­ti­ons­ko­mik und hei­te­re Wort­spie­le sor­gen für Unter­hal­tung bis zur letz­ten Minute. (…)
Gast­schau­spie­le­rin Gor­o­bey, die ursprüng­lich aus der Ukrai­ne kommt, muss­te sich den Akzent für das Stück erst wie­der antrai­nie­ren. Durch ihre beein­dru­cken­de schau­spie­le­ri­sche Leis­tung über­zeug­te sie auch die im Publi­kum anwe­sen­den pol­ni­schen Pfle­ge­rin­nen, die ihr und der Gesamt­si­tua­ti­on abso­lu­te Authen­ti­zi­tät beschei­nig­ten.” (Die Rhein­pfalz, 07.03.2017)

“Wenn ein Büh­nen­werk zum Dis­ku­tie­ren, Reflek­tie­ren und Nach­den­ken anre­gen möch­te, dann hat es „Maria hilf“ geschafft. Dank sei­ner groß­ar­ti­gen Dar­stel­ler und einem Dreh­buch, das durch eine inten­si­ve Recher­che und einen extrem stim­mi­gen Auf­bau besticht, ist es dem Autor und Regis­seur Wal­ter Menz­law gelun­gen, ein packen­des, erns­tes, lus­ti­ges und ein­fühl­sa­mes Kam­mer­spiel auf die Büh­ne zu zaubern. (…)
Trotz der Ernst­haf­tig­keit des The­mas hat das Schau­spiel vie­le hei­te­re und komi­sche Momen­te zu bie­ten. Es gibt die Mög­lich­keit, sich einer schwie­ri­gen Lebens­si­tua­ti­on anzu­nä­hern, von der frü­her oder spä­ter jeder irgend­wie in einer gewis­sen Wei­se betrof­fen sein wird oder es auch schon ist: dem des Alt­wer­dens und einer even­tu­el­len Pfle­ge­be­dürf­tig­keit. Der Umgang damit in unse­rer Gesell­schaft wirft vie­le Fra­gen auf und das Stück „Maria hilf“ hat sie bild­haft aus­for­mu­liert.” (Pfalz-Express, 08.03.2017)

“Eine Bot­schaft mit Herz und Humor. (…) Es geht dar­in – stell­ver­tre­tend für hun­dert­tau­sen­de ähn­li­che Schick­sa­le in Deutsch­land – um die kran­ke Senio­rin Mag­da­le­na, ihre über­for­der­te Toch­ter Michae­la und die pol­ni­sche Pfle­ge­kraft Maria, die das Dilem­ma im Pfle­ge­sys­tem aus unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven wider­spie­geln. Umso wich­ti­ger, dass die Bot­schaft häpp­chen­wei­se, mit viel Herz und Humor und von drei exzel­len­ten Schau­spie­le­rin­nen ver­ar­b­reicht wur­de. Ent­spre­chend bot die Insze­nie­rung von Wal­ter Menz­law Unter­hal­tung und Tief­gang zugleich. (…) „Wer also erbarmt sich und reicht uns die rech­te Hand, ohn die lin­ke all­zu­weit auf­zu­hal­ten?“, fra­gen die drei her­aus­ra­gen­den Dar­stel­le­rin­nen am Ende die beweg­ten Zuschau­er.” (Vai­hin­ger Kreis­zei­tung, 16.10.2017)

“Autor und Regis­seur Wal­ter Menz­law gelingt die eben­so ein­fühl­sa­me wie unge­schmink­te Insze­nie­rung einer Lebens­si­tua­ti­on, die allen Betei­lig­ten das Äußers­te abver­langt. (…) Der Fin­ger­zeig auf „unse­re Mari­as“ war deut­lich, inten­siv und berüh­rend.” (Die Rhein­pfalz, 20.2.2018)

“Erschre­ckend prä­zi­se zeig­te Felix die Behin­de­rung, ihre Ent­wick­lung sowie phy­si­sche und psy­chi­sche Aus­wir­kun­gen. Grimm gelang das Por­trait der Toch­ter, die mit dem Pfle­ge­fall zusätz­lich zu ihrer Fami­lie und Berufs­tä­tig­keit fer­tig wer­den muss und ein schlech­tes Gewis­sen hat, weil ihr das nicht immer gelingt. (…) Chaw­we­rusch wäre nicht Chaw­we­rusch, hät­te man nicht auch bei die­ser grad­li­nig erzähl­ten Geschich­te die poli­ti­sche Aus­sa­ge im Auge behal­ten.” (All­ge­mei­ne Zei­tung, 07.03.2018)

“Die­se Mut­ter-Toch­ter-Polin-Kon­stel­la­ti­on spiel­ten die drei Schau­spie­le­rin­nen Felix S. Felix, Miri­am Grimm und Yaros­la­va Gor­o­bey. Und zwar auf eine so wun­der­sa­me, berüh­ren­de und nach­voll­zieh­ba­re Wei­se, wie sie authen­ti­scher und spiel­freu­di­ger kaum vor­stell­bar ist.” (Die Rhein­pfalz, 12.03.2018)