Novecento — Pressestimmen

„Ein Oze­an­damp­fer, ein Fin­del­kind und die Erfin­dung des Jazz“ – unter die­sem Drei­klang hat Rosa Trit­sch­ler den Stoff, der aus der Feder des ita­lie­ni­schen Autors Ales­san­dro Baric­co stammt, zusam­men­ge­fasst und den mär­chen­haf­ten Pro­sa­text, der meist als Mono­log wie­der­ge­ben wird, in einen Dia­log mit vie­len Drittstim­men und üppi­ger Live­mu­sik verwandelt. (…)
Da war es ihm [Wolf­gang May­er] sicht­lich ein Leich­tes und ein Spaß oben­drein, als Nove­cen­to die Musik­gen­res nach Gus­to durch­ein­an­der­zu­wir­beln und sich ein Duell mit dem selbst ernann­ten „Erfin­der des Jazz“, dem ame­ri­ka­ni­schen Pia­nis­ten Jel­ly Roll Mor­ton, zu lie­fern, der eigens des­halb Pas­sa­gier der Vir­gi­ni­an wurde.
Die­se Sze­ne, die vor der Pau­se den gan­zen Saal fas­zi­nier­te, wur­de auch zum Höhe­punkt des Stücks. Hier gab Ben Hergl als Tim, der den zu einem blo­ßen Hut degra­dier­ten Mor­ton imi­tier­te, ein fei­nes Kabi­nett­stück­chen, wäh­rend May­er die Tas­ten-Duel­lan­ten mit vir­tuo­sen Impro­vi­sa­tio­nen im Allein­gang zu schwin­del­erre­gen­den Höhen­flü­gen führ­te. (RHEINPFALZ, 27.11.2023)