Jugend ohne Gott – Pressestimmen

Eine geballte Stunde Hochspannung, Anregung zum Nachdenken über Geschichte und Gegenwart sowie Dokumentation großartiger Bühnenkunst. (…) Durch eine ausgeklügelte Licht- und Tonregie, vor allem aber den sehr kunstvollen, dramaturgisch schlüssigen und facettenreichen Einsatz der Musik, für die Peter Hinz verantwortlich zeichnet, wird die Erzählung untergründig dynamisiert und erhält eine breite Fülle von akustischen Farben. Peter Hinz ist deshalb viel mehr als der Geräuschillustrator im Hintergrund. Er ist prägender Teil einer nachhaltigen Partitur aus Text und Klang, an der Sprecher und Musiker dialogisch gleichberechtigt teilhaben. (…) Doch mehr noch fasziniert der Schauspieler durch seine Lebendigkeit und Intensität im Vortrag, die Personen, Situationen und Interaktionen ungemein plastisch vor dem inneren Auge des Publikums nachvollziehbar macht. (…) Der Abend ist hochkonzentriert und bringt die wesentliche Motive des Romans – Fremdenhass, Militarismus, amoralisches Verhalten und die Frage nach der Transzendenz – dennoch ganz klar auf den Punkt. (…) Das Premierenpublikum folgte gebannt und begeistert der Aufführung und sparte nicht mit großem Beifall. (Premierenkritik von Karl Georg Berg in der Rheinpfalz, 25.09.2018)